Ausstellung Fotografien Bauprofile, Zug

Ausstellung „Bauprofile – More than meets the eye“ im Januar 2013 in der Shedhalle, Zug

Ein Jahr lang habe ich diese Schweizer Besonderheit fotografiert. Somit hatte ich Gelegenheit die eher technisch anmutenden Baugespanne erstmals künstlerisch aufzugreifen und als einen Beitrag zur Wahrnehmung von Ort, Architektur und Baukultur zu thematisieren. Teils poetisch, teils dramatisch, wird in den Fotografien der Moment vor dem Verschwinden von alten, teilweise historisch eindrucksvollen Bauwerken oder von bis dahin unbebauter Landschaft dokumentiert und so in sinnlicher Weise ein Stück Veränderung der Städte und ihrer Umgebung eingefangen.

Doch über ihre technische und baukulturelle Funktion hinaus wächst den Baugespannen auch eine ästhetische Dimension zu. Die dünnen Stangen wachsen wie ein filigranes Liniengeflecht in den Himmel und schaffen dabei einen Kontrast zu Architektur und natürlichen Landschaft. Kaum sind die Baugespanne errichtet, so überlagern sich für den Zeitraum ihrer Aufstellung Vergangenheit und Zukunft an einem Ort. Das Neue ist noch nicht errichtet und das Alte noch nicht verschwunden.

So fordert das Alte durch seinen neuen Status jene Aufmerksamkeit ein, die ihm zuvor im Alltag nur selten zugewachsen wäre. Die Fotografien sind für eine Ausstellung und Buchveröffentlichung bewusst in s/w gewählt, um den Dokumentationscharakter zu betonen und eine möglichst neutrale, nüchterne und homogene Wirkung der Motive zu erzielen.

 

Lesung von Benedikt Loderer aus seinem Buch „Die Landesverteidigung“ im Rahmen der Ausstellung

 

Impressionen der Vernissage am 11.01.2013

Ansprache von Dolfi Müller, Stadtpräsident der Stadt Zug

 

Rede von Dr. Jürgen Tietz, Architekturkritiker und Autor aus Berlin

 

Zeitungsberichte

2013-01-14_ZG_Giesecke

2013-01-08-Giesecke_Baunetz